Die OLED-Technik ist eine ganz besondere Beleuchtungstechnik, die bisher ungeahnte Möglichkeiten eröffnet. Sie bringt Wände, Fenster und Spiegel zum Leuchten und ermöglicht ein vollkommen neues Leuchtendesign. All das ist möglich, weil organische Leuchtdioden extrem klein sind und sich daher auf dünne Scheiben aufbringen lassen. Dabei erfüllen OLEDs weitgehend dieselben Voraussetzungen, wie herkömmliche Leuchtdioden. Sie haben einen extrem geringen Energieverbrauch und sind vergleichsweise robust. Lediglich die Lebensdauer der OLEDs reicht derzeit noch nicht an die der Lampen mit Leuchtdioden heran. Das Ziel der Entwicklung einer neuen und umfassend einsetzbaren Beleuchtungstechnik besteht neben der großen Energieersparnis und den beinahe grenzenlosen Einsatzbereiche in einer außergewöhnlichen Langlebigkeit, wie sie keine andere Beleuchtungstechnik bisher erfüllen konnte.

Derzeit ist die Forschung auf dem besten Weg, all die gesetzten Ziele zu erreichen und die OLED-Technik wird die Zukunft der Beleuchtung und der TV- und Monitor-Produktion bestimmen. Allein das Potenzial an Energieeinsparungen bei der weltweiten Beleuchtung ist enorm, denn für Zwecke der Beleuchtung werden allein in Deutschland rund zwanzig Prozent des gesamten Energieverbrauchs aufgewendet. Da eine organische Leuchtdiode rund 80 bis 90 Prozent weniger an Energie verbraucht, als ein herkömmliches Leuchtmittel, kann der gesamte Energieverbrauch bundesweit allein durch den Einsatz von OLEDs um 16 bis 18 Prozent reduziert werden.

Diese Technik, dank der Leuchten in beinahe allen Materialien flächendeckend integriert werden können, bringt zum Beispiel eine Leuchte in Form einer Blume hervor, deren Blätter für die Verbreitung des Lichts sorgen, ohne dass eine Glühlampe oder eine andere Beleuchtungstechnik sichtbar wird. Durch zusätzliche technische Effekte wächst die Pflanze sogar erst einmal langsam in die Höhe, bevor sie ihr Licht entfaltet. Nur wenige Millimeter stark sind die Beleuchtungsmodule dieser beeindruckenden Pflanze, die einer der Prototypen darstellt, die in Kooperation eines Herstellers moderner Designerleuchten mit einem Produktionsunternehmen, das aktiv an der Entwicklung der neuen Beleuchtungstechnik beteiligt ist, entwickelt wurde.

Die Zukunft wird neben leuchtenden Designobjekten Möbel mit leuchtenden Oberflächen hervorbringen, leuchtende Tapeten sowie insgesamt Decken-, Boden- und Wandverkleidungen, die mit extrem dünnen Leuchtpaneelen beschichtet sind und auf diese Weise andere Leuchten im Raum vollständig verzichtbar machen. Diese großen, leuchtenden Flächen erlauben nicht allein außergewöhnliche Lichteffekte, sondern sie erzeugen gleichzeitig ein blendfreies Licht in einer Farbe, die identisch mit dem natürlichen Tageslicht ist. Die Farbvielfalt ist ein weiterer interessanter Effekt, den die neuen OLED-Lampen anderen Leuchten voraus haben. Anders, als Halogenlampen, Leuchtstofflampen oder Glühlampen leuchten organische Leuchtdioden in vielen verschiedenen Farben. Diese Farben können mit einer innovativen Steuerungstechnik einzeln angewählt und auf Wunsch individuell verändert werden. Bisher ist die Realisierung derartiger Beleuchtungsmodelle noch Zukunftsmusik, denn dazu ist eine Dünnschichtverkapselung der organischen Schichten auf entsprechend flexiblen Untergründen notwendig. Derzeit scheitert der Erfolg noch daran, dass ein solches flexibles Material, das dauerhaft stabil ist, noch nicht in einer alltagstauglichen Form entwickelt wurde. Vielmehr werden OLEDs zur Zeit noch auf starre Untergründe wie Glas oder Kacheln aus festen Kunststoffen aufgebracht.

OLEDs, die derzeit für Beleuchtungszwecke verwendet werden, bestehen aus einem dünnschichtigen Auftrag auf Glas, der aus bis zu 15 Schichten und bis zu 20 unterschiedlichen Materialien besteht. Die Schichten sind extrem dünn und erreichen nur rund 100 Nanometer. Eine derart filigrane Technik bedarf einer hohen Genauigkeit bei der Produktion. Daher werden die dünnschichtigen OLEDs in einer ähnlichen Art produziert, wie Computerchips, in Reinräumen, in denen jede denkbare Verunreinigung der Beschichtungen vermieden wird. Alle Unternehmen arbeiten auf Hochtouren daran, neue Materialien und unkompliziertere Fertigungstechniken zu entwickeln, um die alltagstaugliche organische Leuchtdiode auf den Markt bringen zu können.

2 comments on “>>> Organische LEDs heute im Mobilfunk Bereich – bald auch als Haus Beleuchtung verfügbar. Wie die neue Technologie unser Umfeld verändern wird. Hier erfahren Sie mehr

  • Ich denke das wird noch lange nicht bald erfolgen. Es gibt sehr schwache Vorschritte. Also wird noch bestimmt 5 Jahre Dauern bis wir eine O-LED Lampe auch zuhaus leuchten sehen.

  • Na ja, 5 Jahre ist ein bisschen zu viel. In 2012 auf der Licht Messe, würden bereits die erste O-LED Module und Leuchten vorgestellt. Aber, die sind noch zu robust und zu schwach von der Licht. Mall gucken wie es in 2 Jahren aussieht. Ich denke, da wird schon was gutes kommen.

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