Seit die Gremien der Europäischen Union und in Folge dessen auch die Regierungen der Mitgliedsstaaten beschlossen haben, stufenweise die Herstellung von Glühlampen einzustellen, scheint ein regelrechter Run auf die Glühlampen eingesetzt zu haben. Es entsteht der Eindruck, als würden Glühbirnen inzwischen gehandelt, wie streng verbotene Substanzen.

Sie werden sogar bereits als Wärme-Instrumente ausgegeben in einem Versuch, sie auf diese Weise weiter in Umlauf bringen zu können. Es gibt einen Leuchtenhersteller, der eine in einer Konservendose eingeschlossene Glühbirne an jeden Käufer einer Leuchte des Fabrikats verschenkt. Wie immer, wenn etwas verboten wird, scheint auch die Glühlampe seit dem Verbot interessanter zu werden, als während ihrer langen Geschichte. Tatsächlich führte das Verbot zu regelrechten Hamsterkäufen der letzten Glühbirnen und es fragt sich, wann sich auch der Preis an die zukünftige Mangelware anpassen wird.

Keine Alternative zur Glühlampe?

Der Grund dafür, dass Verbraucher sich von der Glühlampe nicht trennen möchten besteht darin, dass sie keine gleichwertige Alternative am Markt sehen. Kompakt-Leuchtstofflampen, die seit dreißig Jahren als Energiesparlampen verkauft werden, erkennen viele Verbraucher nicht als vollwertigen Ersatz für die Glühlampe an. Dafür gibt es vielschichtige Gründe, die sich auf das Licht, die langen Anlaufzeiten und vor allem die umwelt- und gesundheitsschädlichen Substanzen in den Leuchtstoff-Energiesparlampen beziehen. Kompakt-Leuchtstofflampen verbrauchen deutlich weniger Strom, als Glühlampen und Halogenlampen, aber darauf beschränkt sich der Vorteil gegenüber den traditionellen Leuchtmitteln. Das Angebot an verschiedenen Formen und Sockeltechniken der Leuchtstoff-Energiesparlampen ist stark eingeschränkt, denn sie benötigen eine gewisse Größe, um eine genügend große Röhrenfläche zu erhalten und eine ausreichende Lichtstärke bieten zu können. Insofern kann diese Technik keine Alternative zur Glühlampe und Halogenlampe darstellen.

Die Alternative heißt LED

Die LED-Technik als Alternative zur herkömmlichen Beleuchtungstechnik zu bezeichnen, ist genau genommen eine Untertreibung. Denn diese moderne und äußerst innovative Technik kann viel mehr, als Glühlampen, Halogenlampen und Leuchtstofflampen je zu bieten hatten. LED-Lampen bestehen aus Leuchtdioden, die in Kombination mit einer ausgefeilten Technik ein helles und angenehmes Licht erzeugen. Die Leuchtdioden sind extrem klein und lassen sich daher in jeder denkbaren Technik einsetzen. Deshalb gibt es LED-Lampen in jedem Format. Die Leuchtdioden werden in Lampen mit Schraub- und Stecksockeln verwendet und wer sich so gar nicht von der Glühbirne trennen mag, dem wird eine LED-Lampe angeboten, die sich äußerlich überhaupt nicht von der Glühlampe unterscheidet. Unzählige LEDs sind rund um einen Zylinder angebracht, der allein der gewohnten Form zuliebe mit einem birnenförmigen Glaskörper verkleidet ist. In diesem Glaskörper und seinem Schraubsockel befindet sich aber eine hochmoderne Technik, die dafür sorgt, dass die Lampe nur wenige Kilowattstunden verbraucht. Bis zu 90 Prozent Strom spart eine LED-Lampe gegenüber einer Glühlampe.

Unabhängig von den besonderen Umhüllungen, die LED-Lampen allein aus dekorativen Gründen erhalten, sind sie bruchfest, unempfindlich gegen Feuchtigkeit und auch die Umgebungstemperatur ist für die Leistung einer LED-Lampe vollkommen uninteressant. Vor allem aber erzeugen LED-Lampen kaum Wärme und sind daher beinahe unbegrenzt im Innen- und Außenbereich einsetzbar. Darüber hinaus können LED-Lampen noch viel mehr, denn sie sind in verschiedenen „natürlichen“ Farben verfügbar, die allein aufgrund des Halbleitermaterials entstehen. RGB-LEDs leuchten sogar auf Wunsch immer wieder in anderen Farben. Der dekorative und gesundheitliche Effekt, den LED-Lampen daher mit sich bringen, ist einfach außergewöhnlich.

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